Meine Arbeit ist eine Suchbewegung entlang von Zusammenhängen, die sich mit Dringlichkeit in unserer Gesellschaft zeigen. Es sind vor allem jene Felder in denen der Mensch sich zwischen Überforderung, Abhängigkeit und Isolation oder Sehnsucht nach Entgrenzung bewegt: Drogen (Psychopharmaka), Religion, neue Medien. Seit 2014 setze ich mich mit diesen Inhalten in Form von interaktiven 3D-Scans und mit Videos, mit Sprache aber auch mit Objekten auseinander. Mich beschäftigen Fragen des Vergessens und der Wiederholung. Wie kann ich Vergangenes in einen Zustand transferieren, der nicht in der ursprünglichen Situation gefangen bleibt? Kann ich der Überflutung von Bildern und Information entkommen und für mich produktiv nutzen?

Meine Objekte stehen ikonenhaft für tabubesetzte Inhalte. Die Wiederholung einer Kanüle macht eine Dornenkrone. Sie hat in der der christlichen Leidensgeschichte schon ihren Platz und damit auch in der Kunstgeschichte. Abgegossen als einzelnes Objekt, mitsamt den umliegenden Hohlräumen, wird die Spritze zur imaginären Architektur, zu einem Mikromonument zwischen Vergessen und Erinnern.