GIANLUCA TRIFILÒ

Einst Im Silberglanz geborgen, ein Zeichen tiefen Glaubens, ruhte einst in Stille das Kreuz in seiner Kraft.
Doch Zeiten wandeln sich, und Götterbilder weichen, dem Neuen Platz zu machen, in stetem lauf.

Geschmolzen, umgeformt, das Metall nun verflüssigt, fliesst in neue Formen, in ein Zeichen dieser Zeit.
Aus heiligem Symbol wird eine Pille geformt, „XANAX“ geprägt, auf blankem mattem Glanz.

In ihr verborgen, der Glaube an die Wissenschaft, die Hoffnung auf Heilung, in kaltem Metall.
Doch was bleibt übrig, wenn das Heilige vergeht, und Glaube sich in Medizin verliert?

So stehen wir und fragen, im Angesicht der Transformation, was heilig uns noch bleibt, in dieser neuen Welt.
Die Götzen, die wir nun anbeten, sind die Götter, die uns verschlingen, verkörpert in den Dingen, die uns einst Hoffnung schenkten.

Verehrt wird nun das Neue, das im Glanz der Pillen liegt, ein Glaubenswechsel, subtil und unerkannt.
In dieser Ära, wo Wissenschaft zur Religion avanciert, fragen wir: Sind wir erlöst oder tiefer verstrickt?

Der Kreislauf des Glaubens, ewig und unermüdlich, dreht sich weiter, auch wenn die Form sich wandelt.

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